Weltwunder Social Media- Bauplan für den Einsatz der Social Media

Die Social Media wirkt wie eines der Weltwunder. Man steht davor und fragt sich, wie die Erschaffer solcher Werke das wohl gemeistert haben. Man ist Außenstehender und staunt über die enorme Schaffenskraft.

Das Geheimnis hinter großer Schaffenskraft ist ein Plan. „…ein Programm zur Verwirklichung eines Vorhabens…“ . Planvolles Handeln führt zielgerichtet zu einem erstaunlichen Ergebnis. Dies gilt trotz des angewandten Bildnisses auch für die Implementierung der Social Media im Unternehmen.

Es kann nicht oft genug betont werden, dass der derzeitige Umgang mit den Social Media seitens der Unternehmen eher dem trial’n’error-Prinzip folgt. Viele Unternehmen sehen, dass die Social Media ein Potential für diese hat, sei es im Bereich des Customer Relation Managements, des Marketings oder der Public Relations. Das Potential wird erkannt, jedoch wird fleißig drauf losgebaut, ohne zu wissen, was später dort stehen soll.
Der Einstieg oder die Implementierung der Social Media ist vor allem ein zeitlich langwieriger Prozess. Auch wenn die Social Media als leichtes und schnelllebiges Medium daherkommt, so ist das Bewegen und Nutzen im selbigen mit einem hohen Zeitaufwand in der vorhergehenden Planung wie auch in der aktuellen Nutzung verbunden. Social Media sich eigen zu machen bedeutet Zeit zu investieren.

Doch wie soll so ein Bauplan aussehen? Es gibt natürlich nur maßgeschneiderte Antworten auf diese Fragestellung. Es bedarf immer umfassendes Wissen der kommunikativen und Netzwerkstrukturen innerhalb des Unternehmens. Die Verantwortlichen müssen sich im Klaren sein, dass die Social Media nur als Teil der integrierten Kommunikation funktioniert. „Integrierte Kommunikation bezeichnet im Bereich der Kommunikationspolitik den Prozess der allumfassenden und vernetzten, strategischen und damit zielgerichteten Kommunikation. Sie umfasst Analyse, Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle (Management) der gesamten internen und externen Kommunikation von Unternehmen, Organisationen oder Personen mit dem Ziel, eine konsistente und aufeinander abgestimmte Unternehmenskommunikation zu gewährleisten.“

Die Planung für die Nutzung und den Einstieg in die Social Media sollte immer aus dem Unternehmen heraus erfolgen. Agenturen können hier Beraterfunktion einnehmen, sie verfügen jedoch nur in wenigen allumfassenden Fällen, den spezifischen Draht zum Unternehmen, um einen erfolgreichen Einstieg zu gestalten. Hier sollte eine Hand in Hand Kooperation stattfinden. Die Kenntnis über das Unternehmen sollte mit der Kenntnis des Marktes (Social Media) verknüpft werden.

Grundsätzlich kann man den Bauplan wie folgt erstellen:

1. Fundament- Monitoring, Evangelisten und Social Media Guidelines
2. Grundgerüst- Medien, Netzwerke und Ziele
3. Ummantelung- Inhalt, Feedback und Kommunikation
4. Pflege- Awareness, Beteiligung und Kontinuität

Diese 4 Punkte in dieser Reihenfolge befolgt, sind ein Grundplan. In diesem Zusammenhang ist es tatsächlich „nur“ ein Grundplan als Basis für den erfolgreichen Einsatz. Die Feinarbeiten, die Grazie und das Besondere sind durch die Planer vor Ort zu leisten und auch nur von denen vorstellbar.

Das Fundament ist eines der langwierigsten Bauvorhaben in der Einrichtung der Social Media. Hier gilt es herauszufinden, wie präsent das Unternehmen bereits in den Social Media ist. Nur weil das Unternehmen nicht aktiv teilnimmt, bedeutet dies nicht, dass es nicht Objekt bzw. Thema innerhalb der Social Media ist. Um die Reputation des Unternehmens in den Social Media aufzudecken, muss der Baugrund ausgemessen werden. Die Bezeichnung hierfür ist natürlich das Monitoring.

Durch kontinuierliche und umfassende Beobachtung der Social Media Landschaft über einen festgelegten Zeitraum. Die Fachliteratur sieht hier einen Zeitraum von mindestens 5 Monaten als angemessen an. Dies bedeutet, dass in dieser Zeit, über mehrere Instrumente die Aktivitäten und Nachrichtenströme rund um das Unternehmen beobachtet werden. Die Betonung liegt auf BEOBACHTEN. Die Partizipation steht noch nicht zur Debatte. Die Beobachtung wird zeigen, wie der Strom von Nachrichten funktioniert, wie die Vernetzung funktioniert und wie das Unternehmen zwischen all diesen Strömen steht. Das Monitoring wird natürlich nicht mit Beendigung der Frist eingestellt. Es sollte eher so sein, dass das Monitoring zum täglichen Start in den Tag mit den Social Media wird.

Was soll der Punkt Evangelisten im Fundament? Zum Bauen braucht man Helfer und Bauarbeiter und welche sind besser als jene, die es schon machen? Hier gilt es die Personen im Unternehmen ausfindig zu machen, die ohnehin schon mit den Social Media zu tun haben. Der Social Media Evangelist ist ein Enthusiast, der weitreichende Erfahrung mit dem Umgang der Social Media hat. Wenn solche Personen mit in die Bauarbeitergruppe der Social Media integriert werden, dann hat man eine fähige Mannschaft, die Vertrauen genießt und weiß was sie tut.

Die Social Media Guidelines- soll man sie als Bauplan ansehen oder eher als Bedienungsanleitung? Sowohl als auch. Sie sollen vor allem dazu dienen, den Nutzern eine Orientierung zu geben, wie das Unternehmen möchte, dass die Social Media angewendet werden, ohne mit dem erhobenen Finger zu drohen. Sie dienen als Orientierung, Anleitung und Bauvorschrift gleichermaßen. Fehlt die statische Anweisung für einen bestimmten Winkel, klappt alles in sich zusammen. Fehlen die Social Media Guidelines funktioniert die Anwendung nur schlecht und führt sogar zu katastrophalen Folgen.

Das Grundgerüst entsteht nach geschätzten 12 Monaten. Hier sollte mittlerweile durch das Monitoring erkenntlich sein, in welchen Social Media das Unternehmen den effektivsten Auftritt hat (Monitoring). Es muss nun festgelegt werden mit welchen Zielen das Unternehmen sich in welchen Medien bewegt. Der wichtigste Punkt hier ist, dass das Ziel immer im Auge bleiben sollte. Es muss also klar sein, was durch den Einsatz der Social Media erreicht werden kann und soll. Diese Ziele sollten formuliert sein und mit ihnen auch Strategien, die eventuelle Krisen entgegenwirken können. Es muss klar sein, dass es zu Krisen kommt. Jedes mögliche Szenario sollte dementsprechend abgedeckt sein.

Die Ummantelung ist nun das Füllen des Bauwerks Social Media. Den Anwendern muss bewusst sein, dass der Umgang mit den Social Media ein andauernder Prozess von Kommunikation ist. Man führe sich hierfür immer wieder die Aussage vor Augen. „Die Social Media schläft nicht!“ Jeder Auftritt muss mit ausreichend Inhalt gefüllt sein. Es müssen die Kapazitäten für Feedback und Kommunikation vorhanden sein. Auch hier muss ein Plan für den Inhalt her.

Wenn das Weltwunder Social Media nun im Unternehmen steht, muss es auch gepflegt werden und dies täglich. Monitoring, antworten, Blog schreiben, Video einstellen und so weiter und so fort. Der Begriff der Awareness soll verdeutlichen, dass eine Gewisse Wachsamkeit aber auch Aufmerksamkeit erhalten werden muss. Themen müssen richtig besetzt werden und Kommunikation muss im Fluss gehalten werden. Der wichtigste Punkt in der Pflege ist die Kontinuität. Der Blog muss regelmäßig Themen und News haben, die Vernetzung mit Geschäftspartner muss täglich gepflegt werden und auch in schlechten Tagen kann der Kanal nicht einfach zu gemacht werden.

Social Media kann ein Wunderwerk sein aber es muss geplant werden und ein Ziel haben. Der Einstieg in die Social Media ist ein zeitaufwendiger Prozess, der sich aber am Ende auszahlt mit zufriedenen Kunden, neuen Geschäftspartnern und einer guten Reputation in der Öffentlichkeit.

2 Gedanken zu „Weltwunder Social Media- Bauplan für den Einsatz der Social Media

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