Erneuter Fall von falschem Umgang – Daimler „verhört“ Mitarbeiter!

Neben dem russichen Roulette bei Pril und der Selbstverstümmelung von TelDaFax, ziehen weitere Fehlschläge und Missplanungen rund um die Social Media Nutzung ihre Runden.

Jüngster Fall DAIMLER.

Daimler hat aktiv Mitarbeiter befragt, die einer spezifischen Stuttgart 21 Gruppe beigetreten waren. Hier kam es seitens der Beteiligten zu schwersten Beleidigungen gegenüber dem Daimler Chef Herrn Zetsche. Die ganze „Wahrheit“ findet sich im obigen Link zum Artikel von Meedia.

Es zeigt wiederholt, dass der klare und planmäßige Umgang mit den Sozialen Medien nicht bedacht wird. Auch wenn ich mich bezüglich der Aussage wiederhole, aber wer die Social Media nutzt, sollte sich im Klaren darüber sein, dass:

  • Gegenwind aufkommt
  • Kritik ausgeübt wird
  • Reputationsverluste gezielt angeteuert werden
  • die Leute kommunizieren wollen

und das nicht nur von Außen zum Unternehmen.

Auch die Unternehmensmitarbeiter äußern sich.

Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer begraben. Der Kommunikationsweg der sozialen Medien wird viel zu sehr in die Richtung Marketing gedrängt und alleinig als Einweg Instrument nach außen angesehen. Es muss in das Bewußtsein der Veranstwortlichen dringen, dass auch ein Kommunikationsbedarf von innen nach außen besteht. Dieser Bedarf kann und sollte nicht von Marketing Abteilungen geleitet sein. Hier bedarf es einer professionell aufgestellen integrierten Unternehmenskommunikation, einem planvollen Aufbau des Einsatzes der Social Media und entsprechender Social Media Guidelines.

Das Vorgehen von Daimler gegen seine Mitarbeiter schafft nur eine weitere angespannte Situation, die wiederum zu erneutem Frust und irgendwann auf irgendeine Art und Weise wieder zu Beleidigungen führt.

Social Media ist keine Einbahnstraße zur reinen Vermarktung, es ist die Möglichkeit, sowohl seinen Mitarbeitern wie auch Kunden und Geschäftspartnern eine Standleitung für Meinungsäußerungen, Innovationen und Kollaboration zu geben.

2 Gedanken zu „Erneuter Fall von falschem Umgang – Daimler „verhört“ Mitarbeiter!

  1. Haben Sie sich eigentlich schon den Blogbeitrag von Uwe Knaus (Daimler-Mitarbeiter und öffentlich bekennender S21-Gegner) auf dem Daimler-Blog gelesen? Die Reaktion von Daimer war meiner Ansicht nach richtig und fair. Anstatt sich auf einen reißerischen Artikel zu beziehen, überlegen Sie sich, ob eine gründlichere Recherche nicht gewinnbringender sein kann. Wenn Sie dann zu Ihrer Meinung stehen, ist das natürlich zu respektieren. Aber weil Sie diesen (und weitere) wichtigen Artikel nicht nennen, so scheint mir, haben Sie nicht alle Tatsachen dazu gelesen.

    • Hallo Bianca!
      Nein ich muss gestehen, dass ich den Blogbeitrag nicht gelesen habe. Ich habe mich auf Quellen links und rechts des Ursprunglinks gestützt.
      Dies kann natürlich sehr einseitig wirken, jedoch möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass der Artikel nur als Beispiel in einer Reihe von nicht wirklich gut durchdachten Social Media Auftritten genannt wurde. Auch bei der Pril-Misseré sollte man nicht nur die schlechten Seiten der Kampagne sehen.
      Ich habe den Artikel gewählt, um grundsätzlich auf die Seite der Arbeitnehmer im Umgang mit den Social Media aufmerksam zu machen. Es ging mir weniger darum reißerisch über Daimler zu urteilen, als eher auf die Rolle der Mitarbeiter im Ungang mit den Sozialen Medien hinzuweisen. Und ich bin der Überzeugung, dies habe ich im Anschluss zum verlinkten Artikel auch getan.

      Vielen Dank für die kritische Betrachtung meines Blogbeitrages.

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