Die Sonntagsidee: Awareness-Erzeugung im Vakuum?

Seit ich den Beitrag von Extra3 zur CDU Medianight gesehen habe, geht mir ein Gedanke nicht mehr aus dem Kopf. Wie zeigt man Leuten, die

  • keine Zeit
  • kein Interesse
  • kein Wissen
  • und vor allem nicht das Wollen zur Wahrnehmung

der neuen Kommunikationswege und Instrumente haben, dass diese neuen Medien (Social Media, Enterprise 2.0, Web 2.0) unglaubliches Potential in allen Richtungen eines Unternehmens, einer Organisation oder einer Arbeitsgruppe haben.

Die Vertreter der CDU mögen Extrembeispiele im Ohren-Augen-Mund-Zu-Verhalten sein, aber es zeigt dennoch, dass in vielerlei Hinsicht ein gewisses Maß an Wissen beziehungsweise Grundwissen nicht vorhanden ist. Wenn Menschen mit hoher Vernetzung in der Gesellschaft Probleme haben, sich aktuell auf dem Laufendem zu halten, sei es in technischer, kommunikativer oder vernetzter Hinsicht, dann scheint ein enormes Aufklärungspotential in dieser Thematik zu bestehen.

Um es mit der üblichen Weisheit darzustellen: Der Weg ist das Ziel.

Doch auch genau hier liegt das Problem begraben. WIE?

ROI vs. Parameter

Der ROI scheint im Unternehmensaspekt, immer wieder ein sehr hohes Wertungskriterium zu sein. Für die neuen Instrumente wird es jedoch schwierig einen wirklichen messbaren ROI darzustellen.

Falk Hedemann stellt in seinem Blog-Artikel „Vergesst den Social Media ROI“ folgende Probleme für den ROI der Social Media dar:

      • Social Media wird erst einmal „klein“ getestet. Wie so oft, wenn etwas neu ist, bestehen in vielen Unternehmen und vor allem in den Köpfen der Entscheider noch erhebliche Widerstände gegen Social Media. Oft geht es nur mit einer kleinen Lösung ohne große Strategie los, die oft sogar als Alleingänge von engagierten Mitarbeitern gestartet werden: „Man kann es ja mal versuchen, es kostet ja nicht viel!“
      • Social-Media-Interaktionen stehen nicht im direkten Zusammenhang mit Verkäufen. Social Media wird von den Kunden eher dazu genutzt, sich über eine Marke oder ein Produkt zu informieren, Fragen zu stellen und hoffentlich auch Antworten zu erhalten, oder um sich mit anderen Kunden auszutauschen. Verkäufe finden entweder vorher oder nachher statt, können aber in der Regel nicht direkt zugeordnet werden.
      • Social Media nutzt Unternehmensressourcen, die bereits für andere Aufgaben reserviert sind. Zumindest kurzfristig bekommt das Social-Media-Marketing so nicht genügend Ressourcen, denn es ist ja kostenlos.

Vollkommen den Nutzen im Rahmen einer betriebswirtschaftlichen Analyse außer Acht zu lassen, wäre jedoch ebenfalls kontraproduktiv. Grade solche Zahlen beziehungsweise monetäre Argumente können Aufmerksamkeit und Interesse für die neuen Wege der Kommunikation gestalten.

Für die Erhebung solcher Werte sollte man folgenden Parameter messen beziehungsweise messbar machen:

  • Reichweite
  • Reputation
  • Marke
  • Kosten

Man kann also sagen, dass eine Zahl Awareness erzeugen kann. Jene, die Wert in Geld und Zahlen legen, sehen somit über die Messbarmachung, wie erfolgreich die neuen Medien sein können.

Dies ist nur ein Weg der Erzeugung von Aufmerksamkeit.

Doch wie kommt man an die anderen verschlossenen, unzugänglichen und unwissenden Entscheider in Unternehmen und Organisationen heran? Aufklärung? Beispiele? Eigeninitiative?

Wie bricht man eine Nuss auf, die nicht geknackt werden will?

Und so sitze ich hier und grüble über diese harte Nuss.

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