Studie von IWI und St. Gallen: Enterprise 2.0 – Nutzung und Handlungsbedarf

Es besteht Handlungsbedarf.

Diese Erkenntnis kann man der Studie wohl guten Gewissens vorausschicken.Die einzelnen Erkenntnisse zur Befragung von 196 Personen teilt sich in den Ergebnissen auf das St. Galler Business-Engineering-Modell auf.Das Modell unterscheidet Informations- und Kommunikationstechnologie, Geschäftsprozesse, Unternehmensstrategie und den Menschen im System. Für alle vier Bereiche hat die Studie Erkenntnisse gewonnen.

Technologie:

  • Gemischtes Bild hinsichtlich der Bereitstellung von Enterprise-2.0-Funktionen
  •  Zurückhaltende Integrationsbestrebungen und differenzierte Wahrnehmung des IT-Supports

Geschäftsprozesse:

  • Normalverteiler Einfluss von Enterprise-2.0-Funktionen auf die Prozesse und Bestätigung des erzielten Nutzens
  • Verhaltene Tiefe und fortgeschrittene Breite der Prozessdurchdringung

Unternehmensstrategie:

  • Einführung und Nutzung von Enterprise-2.0-Funktionen als wichtiger Wettbewerbsfaktor
  • Führungskräfte und Mitarbeiter als Treiber von Enterprise 2.0, Entscheidungsdominanz der Führung und IT-Abteilungen

Die Menschen:

  • Keine durchgängig konsequente Förderung des Interesses und der Fertigkeiten
  • Noch keine hohe Nutzung der Funktionen in den befragten Organisationen und gemischtes Bild hinsichtlich kultureller Rahmenbedingungen

Doch was bedeuten diese Erkenntnisse? Sie zeigen eines ganz deutlich, für die Integration von Enterprise 2.0-Bestrebungen muss eine gut durchdachte Strategie gefahren werden. Diese fängt beim Definieren der Einsatzziele an geht über die möglichen Leitfiguren bis hin zur Sensibilisierung der einzelnen Mitarbeiter. Jeder der oben genannten Bereiche muss merken und vor allem wollen, dass Enterprise 2.0-Konzepte in den täglichen Arbeitsablauf eingebaut werden. Hierfür ist es nötig frühzeitig herauszufinden, ob es Widerstände, Hemmnisse oder gar Apathien für solche Neuerungen gibt.

Ziel muss sein, dass das Unternehmen als Ganzes diesen wichtigen Schritt wagt. Die Studie sagt eindeutig, dass Insellösungen eher hinderlich für die Entwicklung und Umstrukturierung auf Basis von Enterprise 2.0 sind. Befassen sich nur kleine Spezialistengruppen mit den Möglichkeiten von E 2.0, wird eine solche Gruppierung schnell in die sogenannte NERD-Ecke geschoben. Technologieverständnis, Verständnis im Umgang, Usability und vor allem der ganzheitliche Nutzen muss für jeden klar sein.

Der herausragende Punkt der Studie ist, dass aufgezeigt wird, wo und wie der Wandel zu E 2.0 durchgeführt werden muss. Sie stellt auch dar, dass das Bewusstsein für die Möglichkeiten und Potentiale vorhanden ist, aber das eine Hemmschwelle in der Umsetzung besteht. Die Verknüpfung der Studie mit dem St. Gallen Modell bietet einen guten integrativen Einblick in die Komplexität einer möglichen Umsetzung von E 2.0. Man kann sogar die Behauptung aufstellen, dass dieses Modell eine Schlüsselfunktion in Integrationsbemühungen und -Planungen einnehmen kann, eine Orientierung für die Ausrichtung, die strategischen Planung und den umfassenden Einsatz im Unternehmen.

Die oben stehenden Betrachtung bildet natürlich nur einen kleinen Ausschnitt aus den Erkenntnissen der Studie. Wer mehr sehen, lesen und erfahren möchte, kann sich die Studie nachfolgend gerne selber erschliessen.

Studie_Enterprise_2-0

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