Bedarfsanalyse I- Gespräch und Fragebogen

Am Anfang stand das Wort. Und das Wort verteilte sich wie ein Lauffeuer. Wie können Sie als Verantwortlicher für Unternehmenskommunikation nun herausfinden, ob im Inneren des Unternehmens ein Bedarf für Kommunikation und im Speziellen der Bedarf für die Kommunikation im Sinne der Enterprise 2.0 besteht.
Die Antwort ist ganz einfach. Fragen Sie die Mitarbeiter!

 

Auf der kleinsten Ebene ist es das Gespräch mit Mitarbeitern in ihrer direkten Umgebung. Sprechen Sie gezielt die Problematik von Information, Informationsverteilung und Informationshierarchien an. Fragen Sie die Kollegen, wie sie die Atmosphäre der Kommunikation wahrnehmen.

Hier sind Stichpunkte für die Gespräche, die für Sie Indikatoren sein können, wie es um die Kommunikationssituation und den -Bedarf steht.

–    Umgang der Kollegen innerhalb einer Hierarchieebene
–    Umgang der Kollegen zwischen unterschiedlichen Hierarchieebenen
–    Fluss der Information
–    Kommunikationsexperten und -Knotenpunkte
–    Wem wird vertraut und wem wird misstraut
Natürlich gibt es noch viele weitere Punkt, die in den persönlichen Gesprächssituationen Anzeichen für Kommunikationsbedarf aufzeigen können. Nutzen Sie diese persönlichen Kontakte, sie sind Trendbarometer aber natürlich auch immer individuelle Aussagen.
Die große Ebene der Erhebung für den Kommunikationsbedarf ist der Fragebogen. Er ist eine allgemeine Aussage, den Durchschnitt des Unternehmens, ist natürlich der Fragebogen. Dieses Instrument wirkt natürlich sehr angestaubt und wird als Barriere empfunden. Eine sensible und angepasste Konstruktion des Fragebogens kann dieser jedoch als attraktiv und leicht wahrgenommen werden.
Der Fragebogen sollte gezielt eine persönliche Note beinhalten. Wenn eine „Verbundenheit“ mit dem Papier entsteht, dann erzählt der Befragte auch was sie oder ihn bedrückt. Außerdem sollte der Fragebogen so kurz wie möglich gehalten werden. Es macht sich im Vorfeld bezahlt, wenn man versucht, die Einstellungen zu Fragebögen herauszufinden.
Die Daten die Sie erheben, sind eine Aussage und gleichzeitig ein wichtiger Indikator für die Kommunikationssituation im gesamten Unternehmen.

Hier finden Sie einige Anregungen für Fragestellungen:

–    Wie gelangen Informationen ins Unternehmen
–    Welche Informationen gelangen ins Unternehmen
–    Welchen Wegen folgt die Kommunikation
–    Welche Instanzen wirken als Filter/Barrieren/Multiplikatoren
–    Welche Themen sind aktuell im Umlauf
–    Welche Informationen gelangen nicht in die Teilöffentlichkeit der Mitarbeiter
–    Welche Systeme zur Information/Kommunikation/Austausch werden genutzt bzw. sind bekannt

Kündigen Sie den Fragebogen in Gesprächen und über weitreichende Kanäle an. Die Akzeptanz wird steigen und die Ergebnisse werden Ihnen helfen, Bedarf festzustellen, Wege zu identifizieren und Netzwerke aufzudecken.

Fragen Sie Ihre Kollegen! Fragen Sie das Unternehmen!

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