Kunde: Mitarbeiter


Es ist Zeit. Wir müssen umdenken. Ja wir müssen eine andere Perspektive einnehmen. Wir haben unseren Blick viel zu sehr in eine Richtung gewandt und uns von unserem Alltag blenden lassen. Warum machen wir einen Unterschied zwischen drinnen und draußen? Warum gibt es das Oben und das Unten? Warum gibt es Kunden und Mitarbeiter?

Kontrovers? Vielleicht. Aber warum machen wir solche Unterschiede? Natürlich heißt die Antwort hier: Weil der Mensch sich besser an Kategorien und Klassen orientieren kann und somit eine bessere Filterung seiner Umgebung, seiner sozial-gesellschaftlichen Wahrnehmung erstellt. Es ist einfacher.
Kategorien und Klassen oder doch einfach?

Doch wir wissen aus Erfahrung das Kategorisierung und Klassifizierung auch problematisch werden kann. Wie sieht es denn mit den Ordnerstrukturen auf Festplatten aus? Ein Ordner im Ordner im Ordner des Ordners für den Ordner und daraus resultiert Unübersichtlichkeit, fehlende Transparenz und zunehmende Komplexität.

Und was hat das nun mit Kunden und Mitarbeitern zu tun?

Die klare Sicht der Einfachheit
Ganz einfach: Die Klassifizierung der beiden Parteien von Menschen bzw. Teilnehmer im sozialen Geflecht der Gesellschaft verkompliziert das Bild und die Ansprache, die Kommunikation und das Miteinander. Wieso sagen wir nicht, dass auch der Mitarbeiter Kunde ist. Der Mitarbeiter ist ebenso Kunde des Unternehmens oder der Organisation für die sie/er eine Leistung erbringt wie auch der Kunde oder Geschäftspartner oder Anteilseigner Kunde ist. Diese Sicht ist einfacher.


Interne und externe Kunden

Natürlich kann man argumentieren, dass Mitarbeiter eine ganz andere Anspruchsgruppe sind als Kunden. Doch sind sie es wirklich? Sie sind genauso Stakeholder des Unternehmens wie auch Kunden. Sie haben mit ihren Leistungen ebenfalls Ansprüche an das Unternehmen. Den Unterschied kann höchsten auf der Lokalisationsebene vollzogen werden – externe Kunden und interne Kunden. Die internen Kunden sollten daher eher als gesonderte Zielgruppe innerhalb der Gesamtheit der Kunden eines Unternehmens angesehen werden.

Costumer Centric Enterprise
Wenn der gedankliche und kulturelle Sprung zum Umdenken geschafft ist, dann kann man den so viel gepriesenen Ansatz des Verbraucher- und Kunden-orientierten Unternehmens wesentlich sinnvoll und umfassender einsetzen und vor allem umsetzen. Durch solch eine Ausrichtung verliert sich das Drinnen und Draußen, die unterschiedliche Wertschätzung von Meinungen, Wissen und Engagement.

Social Networks
Ein radikaler Gedanke zum Schluss: Die Aufhebung der Denkweise Mitarbeiter und Kunde kann auch ein Evolutionsschritt für Social Business und Enterprise 2.0 sein. Wenn wir diesen Kategorie-Silos einreißen, dann haben wir offene, innovative, kreative und soziale Netzwerke, die das volle Potential der Möglichkeiten ausschöpfen können. Kunden sind das Zentrum diese Netzwerke und sie interagieren miteinander, um Werte zu schaffen und zu schöpfen.

Ein einfaches System.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s