Die richtige Sprache sprechen- Social Business muss bei denen ankommen, die es nutzen sollen!


Es muss eine Schwelle überwunden werden und diese Schwelle heißt Sprache und Verständnis.
Wenn wir versuchen Menschen davon zu überzeugen, dass gewisse technische Instrumente, egal ob Software oder Hardware, den Alltag erleichtern, dann begehen wir oft den Fehler und nutzen vornehmlich den Sprach- und Terminus-Pool, den die neue Technologie mit sich bringt. Derjenige, der den tagtäglichen Umgang mit der Technik übt, dem kommen die Vokabeln normal und banal vor. Weiterlesen

Die Hemmschwellen im Kopf- Warum springen wir so ungern über unseren Schatten


Web 2.0, Enterprise 2.0 und Social Networking haben enorme Potentiale nicht nur in Richtung Marketing und Verkauf. Kommunikation, Kollaboration und kreatives Netzwerken sind weitere Vorteile, die sich aus diesen Neuerungen für ein Unternehmen ergeben.

In der Kommunikation können die neuen Instrumente natürlich eine hervorragende Anwendung nach außen sein. Doch auch nach innen oder besonders nach innen, besitzen diese Möglichkeiten ein vielfach unterschätztes bzw. nicht erkanntes Potential. Was kann es besseres geben, als das die innere Kommunikation unkomplizierter, reibungsloser und effizienter funktioniert? Enterprise Mikroblogging wäre hier zum Beispiel eine Anwendungsmöglichkeit. Eine ganzheitliche Kommunikation sowohl innerhalb wie auch außerhalb des Unternehmens schafft ein ganzheitliches Bild des Unternehmens. Weiterlesen

Zukunft Facebook


Ich hatte vor kurzem mit einem Kollegen ein interessantes Gespräch über Facebook und die Zukunftsaussichten solcher Kommunikationsmittel. (beschränke es mal darauf)
Grundsätzlich ist die Möglichkeit der Kommunikation, Interaktion und Darstellung durch das Instrument Facebook für jeden PRler interessant.
Doch wie sieht die Zukunft dieses Vorzeigemodells des Web 2.0 oder besser der Social Media sehen?

– Wird Facebook zu einer Konstante in der Kommunikation mit der Öffentlichkeit?
– Ist es nur ein Hype, der durch mediale Großflächenabdeckung (Film, Werbung, Präsenz) momentan gelebt wird?
– Werden wir anderen Arten solcher Netzwerke sehen? (konzeptionell, UI oder andersweitig)

Ich bin der gegenwärtigen Überzeugung, dass Facebook sich mehrmals umordnen bzw. umstrukturieren wird. (Sicherheitsfrage, Usability usw.) Es wird aber als große Plattform des Netzwerkens für Jedermann lange Bestand haben. Wir werden einen Trend zur persönlichen Anpassung mittels Apps erleben.
Vielleicht kann Facebook auch die Email als Zugangsmittel zu Netzwerken und Kommunikationsplattformen ablösen.

Eine Betrachtung zu Enterprise 2.0


„Die Unterstützung für verteilte Zusammenarbeit und Wissensmanagement in Unternehmen besteht vielfach immer noch aus endlosen E-Mails, geplanten Telefonkonferenzen und eventuell noch wenig strukturierten gemeinsamen Projektlaufwerken und Teamräumen.“[1] Diese Aussage entspricht der tatsächlichen Situation in Unternehmen. Viele Unternehmen setzen nach wie vor die bewährten Instrumente der Kommunikation und Kollaboration. Die Innovationen von Web 2.0 bilden einen hervorragenden Ansatz, um diesen aufwändigen und festgefahrenen Strukturen auszutauschen und sie mit effektiveren Einrichtungen zu ersetzen. So scheinen laut Prof. Andrew McAfee folgende Punkte wichtig für die Definition von Enterprise 2.0 zu sein:

  • Bildung einer offenen Unternehmenskultur „Create a Receptive Culture“[2]
  • Schaffung oder Ausbau einer gemeinsamen Plattform (hauptsächlich im Intranet), die Zusammenarbeit unterstützt und fördert „A Common Platform“[3]
  • Eingehen auf die Bedürfnisse des Nutzers durch effektives Change Management (Wegfall von formalen Prozessen) „An Informal Rollout“[4]
  • Unterstützung und Förderung in der Führungsebene und im Management sind Grundvoraussetzungen „Managerial Support“[5]

Doch die hier aufgeführten Aspekte vernachlässigen die unternehmerischen Ansatzpunkte, die im Zusammenhang mit der Nutzung und Integration von neuen Systemen in bestehende Einrichtungen stehen. Es muss immer beachtet werden, dass Unternehmen bestimmten Zielen und Anforderungen verfolgen. Ein System des Enterprise 2.0 kann nicht einfach installiert werden, sondern muss planvoll in die bestehenden Strukturen eingearbeitet werden. Es müssen alle Eckpunkte der bestehenden Unternehmenskultur beachtet werden. Die eingeführten Systeme des Enterprise 2.0 Ansatzes müssen den Ansprüchen eines Unternehmens entsprechen. Dies bedeutet, dass auch diese Systeme sich der Vor- und Nachteilbetrachtung durch das Unternehmen unterziehen müssen. Der Einfluss der neuen Sozialen Software auf das Unternehmen wird mit der Betrachtung der sogenannten Unternehmensgrenzen deutlich. Hierzu ist es wichtig zu erkennen, wie sich die Unternehmensgrenzen definieren. Frank Schönefeld nimmt in seinem Buch „Praxisleitfaden Enterprise 2.0“ die Ergebnisse von Reichenwald und Piller zur Hilfe und definiert die Unternehmensgrenzen durch folgende markante Grenzen.

  • Soziale Grenzen des Unternehmens, vornehmlich durch (arbeits-) vertragliche Regelungen gezogen (feste Belegschaft, Zeitarbeit, „festfreie“ Mitarbeiter, Freelancer, Kooperationspartner)
  • Horizontale und vertikale Grenzen der Wertschöpfung des Unternehmens, bestimmt durch die Wertschöpfungstiefe (Eigenanteil, Fremdanteil der Wertschöpfung) und Wertschöpfungsbreite (Zahl verschiedener Produkte oder Dienstleistungen)
  • Regionale bzw. geografische Grenzen des Unternehmens, insbesondere Agieren auf verschiedenen geografischen Märkten
  • Finanzielle Grenzen des Unternehmens (Eigenkapital, Marktkapitalisierung)
  • Logisch-organisatorische Grenzen durch Versuch der Optimierung von Produktionskosten durch Arbeitsteilung, Spezialisierung und Organisation des Austausches der Ergebnisse bei geringen Koordinationskosten im Spektrum  zwischen Hierarchie, Kooperation und Markt
  • Innere Grenzen (intraorganisational) des Unternehmens bezüglich Aufgaben, Weisungs- und Entscheidungsrechten[6]

Der Einfluss durch die Innovationen des Web 2.0 und somit auch durch die Instrumente des Enterprise 2.0 Ansatzes auf diese Grenzen ist enorm und von verschieden großen Ausmaßen. Bei zwei der genannten Grenzen, soziale und finanzielle, sind die Einflüsse und Veränderungen bisweilen unklar beziehungsweise ist kaum ein Einfluss vorhanden. Die Möglichkeiten, die die Anwendungen des Web 2.0 mit sich bringen, sind für die geografischen und regionalen Grenzen eher vom positiven Einfluss. „Globales Sourcing mit geringeren Anbahnungskosten und Abwicklungskosten möglich; digitale Güter können global vermarktet werden…“[7] Im Zusammenhang mit der Betrachtung der Instrumente vom Enterprise 2.0 Ansatz als Kommunikations-, Organisations- und Kollaborationshilfsmittel, sind die Einflüsse und Veränderungen für die logisch-organisatorischen und inneren Grenzen des Unternehmens von großer Reichweite. Betrachtet man die Organisationsgrenzen, so zeigt sich, dass hier ein enormer Wandel durch die Möglichkeiten von Enterprise 2.0 vollzogen wird. „ Herausbildung neuer Ablauforganisations- und Selbstorganisationsstrukturen; auch Nutzung interner Märkte im Unternehmen; Einfluss auf Führung- und Kommunikationsstrukturen.“[8] Auch auf der logisch-organisatorischen Ebene sind die Einflüsse der Social Software erheblich. So sind die Prozesse der Planung, Innovation und Vermarktung nicht länger undurchsichtig und auf die Spezialisten beschränkt. Vielmehr werden diese Bereiche des Unternehmens transparent. Dies führt unweigerlich zu einer Verschiebung der Produkt- und Kommunikationshoheit. Das Durchbrechen der aufgeführten Grenzen ist also immer in Betracht zu ziehen bei der Einführung und Nutzung von Social Software. Unternehmen entscheiden anhand der unterschiedlichen Einflüsse, ob und wie Innovationen eingesetzt werden können. Es ist die grundlegende Abwägung zwischen Kosten und Nutzen. Die Aufstellung  und Gegenüberstellung von Schwächen, Stärken, Zukunftsaussichten und Nachteilen. (SWAT- strength, weakness, advantages, threats) Die Maßnahmen und Anwendungen müssen also nachweislich ein werterfüllendes Ziel verfolgen und in den Vorteilen die Nachteile überwiegen. Es ist also eminent wichtig, dass die Systeme entsprechend ihrem Nutzen eingesetzt werden. „Enterprise 2.0 bedeutet nicht: Installieren wir ein Wiki hier und zwei Weblogs da und dann schauen wir einmal. Das kann außerhalb eines Unternehmens funktionieren – im Unternehmen muss die Einführung aber klarer in den Unternehmenskontext eingebettet sein und mit organisatorischen oder kulturellen Maßnahmen begleitet werden.“[9]


[1] Koch, Michael | Richter, Alexander: Enterprise 2.0- Planung, Einführung und erfolgreicher Einsatz von Social Software in Unternehmen, München 2009, S.1

[2] McAfee, P. Andrew: Enterprise 2.0- The Dawn of Emergent Collaboration, MITSloan Management Review Vol. 47 No. 3, Cambridge 2006, S. 26

[3] McAfee, P. Andrew: Enterprise 2.0- The Dawn of Emergent Collaboration, MITSloan Management Review Vol. 47 No. 3, Cambridge 2006, S. 26

[4] McAfee, P. Andrew: Enterprise 2.0- The Dawn of Emergent Collaboration, MITSloan Management Review Vol. 47 No. 3, Cambridge 2006, S. 27

[5] McAfee, P. Andrew: Enterprise 2.0- The Dawn of Emergent Collaboration, MITSloan Management

[6] Schönefeld, Frank: Praxisleitfaden Enterprise 2.0 – Wettbewerbsfähig durch neue Formen der Zusammenarbeit, Kundenbindung und Innovation – Basiswissen zum erfolgreichen Einsatz von Web 2.0- Technologien, München 2009, S. 39f.

[7] Schönefeld, Frank: Praxisleitfaden Enterprise 2.0 – Wettbewerbsfähig durch neue Formen der Zusammenarbeit, Kundenbindung und Innovation – Basiswissen zum erfolgreichen Einsatz von Web 2.0- Technologien, München 2009, S. 40

[8] Schönefeld, Frank: Praxisleitfaden Enterprise 2.0 – Wettbewerbsfähig durch neue Formen der Zusammenarbeit, Kundenbindung und Innovation – Basiswissen zum erfolgreichen Einsatz von Web 2.0- Technologien, München 2009, S. 41

[9] Koch, Michael | Richter, Alexander: Enterprise 2.0- Planung, Einführung und erfolgreicher Einsatz von Social Software in Unternehmen, München 2009, S.16

Social Software


Der Begriff der sozialen Software wurde mit den Entwicklungen des Web 2.0 geprägt. Sie ist die Basis für die weitreichende Entwicklung und die Neubenennung des Webs. Der Begriff Software wird im Zusammenhang mit der Entwicklung des Web 2.0 von dem einstmals geprägten Bild der Alleinnutzung einer Anwendung durch einen Nutzer verändert. Die soziale Software ist nun nicht mehr nur für eine Person zugänglich. Die Software dient sogar dazu mehre Nutzer mit einander zu verbinden. „Soziale Software ist die Gesamtheit einfach nutzbarer Anwendungssoftware zur individuellen oder gemeinsamen Erstellung von Inhalten und Schaffungen von Interaktionen zwischen Inhalten, Personen, Ereignissen und Prozessen. Der Erstellungsprozess wird durch immanente Rückkopplung direkter, systemischer und sozialer Natur beeinflusst und kann fortwährend beobachtet werden. Soziale Software dient der Gestaltung des Informations-, Zusammenarbeits-, Beziehungs- und Reputationsmanagements von Individuen und Gruppen.“[1]

Die vorliegende Definition durch Frank Schönefeld zeigt wichtige Eckpunkte, die die soziale Software ausmachen. Früher war Software nur individuell geprägt. Mit der Entwicklung der sozialen Software wird der Begriff der Software um die Dimension der gemeinsamen Nutzung erweitert.

Ein weiterer wichtiger Eckpunkt der Definition ist die immanente Rückkopplung. Die Produkte herkömmlicher Software standen im Endergebnis fest und wurden weder bewertet noch getestet. Die Rückkopplung bietet sowohl die Möglichkeit des Testens, der Bewertung und sogar der weiteren Bearbeitung. Die Rückkopplung erfolgt auf mehren Stufen. Die folgende Grafik veranschaulicht die aufeinander folgenden Ebenen der Rückkopplung.

 

[2]

Abbildung 1

In dieser Abbildung von Frank Schönefeld wird deutlich, wie die einzelnen Rückkopplungen aufeinander folgen. Die Basisebene, also das Produkt der sozialen Software, wird hier durch den Kreis der sozialen Kreation dargestellt. Dies umfasst alle Prozesse und Schaffungen die innerhalb einer sozialen Software erstellt werden. Innerhalb dieses Kreises sind unterschiedliche Beispiele für solche Software angegeben. Auf den Basiskreis folgt die erste Rückkopplung, die direkte Rückkopplung. Diese Art des Feedbacks betrifft also das Produkt der sozialen Software direkt. Auch hier werden Möglichkeiten und Beispiele des direkten Feedbacks genannt. (Kommentare, Links, Follower) Diese Art der Rückkopplung ist eine direkte Antwort auf das präsentierte Ergebnis. Die zweite Ebene der Rückkopplung baut auf der erste Ebene auf. Diese Ebene wird als systemische Rückkopplung bezeichnet. Die systemische Rückkopplung bietet ein wesentlich weitreichenderes Ausmaß an Beteiligung an. Das Produkt der sozialen Software taucht nun in sogenannten Tag-Clouds auf. Unter der Tag-Cloud versteht man ein Inhaltverzeichnis, das auf Häufigkeit der Nutzung bzw. Abrufung basiert. Je öfter ein Begriff auftaucht und genutzt wird um so sichtbarer (größer hervorgehoben) ist er in der Tag-Cloud. Die Tag-Cloud ist ein systemisches Beispiel für die Ebene der systemischen Rückkopplung. Hinzu kommen solche Begriffe wie Feed-Aggregation oder Navigation. Die dritte und größte und umfassendste Ebene ist die der sozialen Rückkopplung. Hier finden die Prozesse statt, die das Produkt der sozialen Software in den sozialen Zusammenhang bringen. Das Produkt und auch der Produzent erfährt Anerkennung durch sein Umfeld. Das Produkt strahlt eine gewisse Authentizität aus und erfährt ein großes Maß an Aufmerksamkeit.

Aus den zuvor genannten Punkten der Definition der sozialen Software lässt sich auch der wichtigste Punkt der Definition finden und ableiten. Damit soziale Software funktioniert, sind Transparenz und Informationsaustausch eine tragende Komponenten in diesem Konstrukt der sozialen Software. Damit der gemeinsame Schaffensprozess funktioniert, muss er an jeder Stelle sichtbar und nachvollziehbar sein. „Der Erstellungsprozess wird durch immanente Rückkopplung direkter, systemischer und sozialer Natur beeinflusst und kann fortwährend beobachtet werden.“[3]

Transparenz, Rückkopplung und die Ebene der Gruppe sind die ausschlaggebenden Kriterien, die die sozialen Software definieren und ausmachen. Die Möglichkeiten und Vorteile dieser sozialen Software auch im Unternehmen zu nutzen, wird durch die Entwicklung und Prägung des Enterprise 2.0 Gedankens vorangetrieben.


[1] Schönefeld, Frank: Praxisleitfaden Enterprise 2.0 – Wettbewerbsfähig durch neue Formen der Zusammenarbeit, Kundenbindung und Innovation – Basiswissen zum erfolgreichen Einsatz von Web 2.0- Technologien, München 2009, S. 87

[2] Schönefeld, Frank: Praxisleitfaden Enterprise 2.0 – Wettbewerbsfähig durch neue Formen der Zusammenarbeit, Kundenbindung und Innovation – Basiswissen zum erfolgreichen Einsatz von Web 2.0- Technologien, München 2009, S. 84, Bild 3.17: Wirkprinzipien sozialer Software

[3] Schönefeld, Frank: Praxisleitfaden Enterprise 2.0 – Wettbewerbsfähig durch neue Formen der Zusammenarbeit, Kundenbindung und Innovation – Basiswissen zum erfolgreichen Einsatz von Web 2.0- Technologien, München 2009, S. 87

Kommunikation ist der beste Weg zum Austausch!


Willkommen auf dem Blog CloudPrise.

Hier werden in den kommen Zeiten viele Themen zum Bereich Enterprise 2.0, Web 2.0 und Social Media gebloggt. Die Hauptorientierung der Themen liegt im Bereich der Anwendung der einzelnen Instrumente in Unternehmen und Betrieben.

Der erste Themenbereich wird die Instrumente der drei Bereiche vorstellen und diese sinnvoll und funktionell kategorisieren.

Ich hoffe auf eine für alle Seiten interessante Zeit und viel wissenswerten Austausch.